30. Mai 2013 DIE LINKE. Ahrweiler

Kein Aus für unser Jugendhaus

„DIE LINKE setzt sich entschieden für den Erhalt des Jugendhauses an seinem bisherigen Standort ein. Einen möglichen Verkauf oder gar einen Abriss dieses Gebäudes lehnen wir strikt ab. Dieses stadtteilprägende, geschichtsträchtige und auch gut erhaltene Gebäude in bester Lage muss im Besitz der Kommune, der Bürgerinnen und Bürger, bleiben. Der Abriss oder Verkauf alter Häuser nach Gutsherrenart im Stadtgebiet muss augenblicklich beendet werden.“ so Marion Morassi, Direktkandidatin für DIE LINKE im Kreis Ahrweiler.

 

Wolfgang Huste, Sprecher des Ortsverbandes DIE LINKE Ahrweiler:“ Die Bürgerinnen und Bürger haben ein Recht darauf, bei geplanten Abrissen oder Umwidmungen von stadteigenen Gebäuden in öffentlichen Sitzungen darüber mit zu entscheiden, was mit kommunalen Gebäuden zukünftig geschehen soll. Entscheidungen des Stadtrates oder der Stadtverwaltung ohne Beteiligung der Allgemeinheit, ohne eine öffentliche Anhörung, werten wir als ein undemokratisches Verfahren. Wir schlagen vor, das "Haus der Jugend" zukünftig als ein autonomes, also selbst verwaltetes Jugend- und Kulturzentrum für Jung und Alt zu führen. Das Gebäude kann zusätzlich für diverse Tagungen, Vortragsveranstaltungen oder Feste genutzt werden, auch mit einem integrierten,  ebenfalls selbst verwalteten Cafe. Eine Teilsanierung der klammen Stadtkasse durch den Verkauf des öffentlichen "Tafelsilbers" an Private werten wir als eine freiwillige Enteignung der Kommune, und damit der Bürgerinnen und Bürger. Öffentliches Eigentum darf deshalb nicht privatisiert werden.“

 

Zur weiteren Verwendung des Areals rund um das Jugendhaus hat Marion Morassi, Kreissprecherin DIE LINKE. Ahrweiler, noch mehr Ideen: “ Die große Freifläche vor und hinter dem Haus könnte zum Beispiel als Außengastonomie genutzt werden und zusätzlich als „Garten der Kulturen“. Bürgerinnen und Bürger können hier Gemüse- und Obstpflanzen gemeinschaftlich anbauen, ähnlich wie es in Andernach oder in anderen Städten schon längst praktiziert wird. "Urban Gardening" bringt unterschiedliche Menschen, Alte und Junge, auch Menschen aus unterschiedlichen Ländern und Kulturen, näher zusammen, fördert dadurch die zwischenmenschliche Kommunikation und den kulturellen Austausch. Demnach wäre unser Projektvorschlag gleichzeitig auch ein Stück Friedens- und Integrationspolitik auf der kommunalen Ebene.“