7. Juni 2014 DIE LINKE. Ahrweiler

Energiewende und Rock am Ring: DIE LINKE. Ahrweiler traf sich zur Mitgliederversammlung

Bad Neuenahr. Am Donnerstag, den 05. Juni traf sich DIE LINKE. KV Ahrweiler zur Mitgliederversammlung mit Wahlanalyse, Debatte zu "Rock am Ring" und anschliessendem Referat zum Thema "100 Prozent erneuerbare Energie- auch kommunal" mit Dorothee Menzner.

 

Zuerst analysierten die Mitglieder das Abschneiden der Partei im Europa- und Kommunalwahlkampf, wo DIE LINKE. zum ersten Mal antrat und gleich jeweils einen Sitz im Stadtrat und im Kreistag erringen konnte. Winfried Heinzel, Kreisschatzmeister und Spitzenkandidat im Brohltal: "Leider fehlten uns diesmal weniger als 100 Stimmen für den Einzug in den Verbandsgemeinderat Brohltal. Ich bin mir aber sicher, dass wir es beim nächsten Mal auch hier und in anderen Gemeinden schaffen werden, mindestens einen Sitz zu erreichen."

 

Anschließend wurde über die aktuelle Situation der Veranstaltung "Rock am Ring" diskutiert. Kreistagsmitglied Marion Morassi: " Es ist bedauerlich, dass mit "Rock am Ring" eine langjährige, erfolgreiche, für die Region sehr wichtige Veranstaltung im nächsten Jahr nicht mehr stattfinden soll. Wir sehen aber in der neuen Variante "Grüne Hölle", mit einem ähnlichen Line Up, eine Chance auf eine gleichwertige Veranstaltung und versuchen darauf einzuwirken, dass in Zukunft bei solchen Großveranstaltungen die Umwelt- und Sozialkomponenten nicht zu kurz kommen werden. Für uns ist es wichtig, dass die Veranstaltung an das ÖPNV Netz angeschlossen wird, zum Beispiel mit einem gut getakteten Shuttleservice, dass auf Flora und Fauna auf dem Festivalgelände und auch in der Umgebung Rücksicht genommen wird, dass es mit der Abfallentsorgung funktioniert und genügend sanitäre Anlagen zur Verfügung stehen. Ausserdem möchten wir, dass die regionalen Unternehmen mit einbezogen werden und es kein "Fremdcatering" zu Lasten der ortsansässigen Gastromen geben wird. Wir werden darauf achten, dass alle dort tätigen Mitarbeiter, auch alle Aushilfskräfte, den gesetzlichen Mindestlohn bekommen." Wolfgang Huste, Kreissprecher, ergänzt: " Wir möchten, dass die Eintrittspreise stabil bleiben, oder  besser noch etwas günstiger, und es auch ein Sonderkontingent von subventionierten Tickets gibt, für finanziell schwächere Personen. Niemand sollte auf Grund seiner finanziellen Situation von kulturellen Veranstaltungen ausgeschlossen werden."

 

Im Anschluss an die Mitgliederversammlung referierte Dorothee Menzner zum Thema "Energiewende in den Kommunen". Sie zeigte auf, wie man auch kommunal unabhängig von den Energieriesen den Energiebedarf decken kann und welche Schritte für eine erfolgreiche Umsetzung nötig sind. Dorothee Menzner: " Es kommt auf einen ausgewogenen Energiemix an und dass die Bevölkerung von Anfang an informiert und bei wichtigen Entscheidungen rechtzeitig mit einbezogen wird."